Klein, echt, wirksam: Was Influencer Marketing heute erfolgreich macht
26. Juni 2025, Gioia Pillittu

Key Insights

 

– Influencer Marketing entwickelt sich vom Reichweitenkanal zur strategischen Disziplin mit Fokus auf Wirkung.

– Kleine Creators erzielen oft bessere Verkaufszahlen als ihre prominenteren Kolleg*innen.

– Strenge Briefings gefährden die Authentizität und damit den Erfolg von Kampagnen.

– Neue Players wie Führungskräfte, Mitarbeitende und Avatare verändern das Spielfeld.

Influencer Marketing im Wandel

Influencer Marketing hat sich zu einem zentralen Pfeiler moderner Markenkommunikation entwickelt. Laut der GfM-Studie 2025 wird das weltweite Volumen dieses Kanals im Jahr 2025 auf 33 Milliarden US-Dollar geschätzt. Längst geht es nicht mehr nur um Reichweite, sondern um Wirksamkeit, Vertrauen und die richtige Zielgruppenansprache.

 

Kleine Influencer, grosse Wirkung

Eine der zentralen Erkenntnisse der GfM-Studie: Mikro- und Nano-Influencer erzielen bei verkaufsorientierten Kampagnen regelmässig den höchsten Return on Ad Spend. Ihre starke Bindung zur Community macht sie glaubwürdiger und überzeugender. Grössere Influencer eignen sich dagegen besser für Awareness-Kampagnen – auch wenn Forschungsergebnisse zur optimalen Grösse divergieren.

Authentizität ist kein Nice-to-have

Wer Influencer*innen zu stark einschränkt, riskiert Glaubwürdigkeit. Die Studie zeigt: Strenge Briefings reduzieren nicht nur die Überzeugungskraft, sondern verursachen auch einen Beziehungsaufwand, den Influencer kompensiert haben wollen. Erfolgreiches Influencer Marketing basiert auf authentischer Kommunikation. Diese entsteht durch eine Mischung aus Expertise, Nahbarkeit, Originalität, Transparenz und Integrität.

 

MIKRO- vs. MAKRO-INFLUENCER. WER IST EFFEKTIVER?

Bildquelle: allairt.com

Neue Perspektiven: Executives, Mitarbeitende, Avatare

Neben klassischen Creators gewinnen neue Influencer-Typen an Bedeutung. Führungskräfte können auf Plattformen wie LinkedIn wichtige Stakeholder erreichen, die Arbeitgebermarke prägen oder in Krisenzeiten kommunikativ eingreifen. Mitarbeitende wiederum wirken als glaubwürdige Botschafterinnen und Botschafter – allerdings mit erhöhtem Risiko unkontrollierbarer Dynamiken. Virtuelle Avatare bieten hier maximale Kontrolle, aber auch neue Herausforderungen: Ohne durchdachte Strategie und glaubwürdige Geschichte fehlt ihnen oft die Wirkung.

Fazit

Influencer Marketing ist keine Reichweitenschlacht, sondern ein feines Spiel mit Vertrauen, Kontext und Content. Kleine Influencers sind oft effektiver, wenn es um Umsatz geht. Grosse können Sichtbarkeit schaffen. Wer beide gezielt einsetzt, Briefings klug gestaltet und neue Rollen wie Avatare oder Mitarbeitende mitdenkt, nutzt das Potenzial dieser Disziplin optimal.

 

Quelle: GfM Forschungsreihe 3–25, «Influencer Marketing Effectiveness», 2025. Verfügbar unter: www.gfm.ch

 

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