FIFA x TikTok: Die WM 2026 passiert im Feed
27. Januar 2026, Madlyn Matthies

Key Insights

– FIFA positioniert TikTok als „Preferred Platform“ für die WM 2026 – ein klares Signal Richtung Gen Z

– Es entsteht ein eigener FIFA World Cup Hub, der Content zentral kuratiert und discoverable macht

– Creator sollen näher ans Geschehen rücken und das Turnier emotional übersetzen, nicht nur dokumentieren

– Der Deal verändert die Rolle von Broadcastern: Highlights, Content Rechte und potenziell sogar Livestreaming werden neu verhandelt

Bildquelle: Horizont

Die FIFA WM 2026 wird riesig: drei Länder, 48 Teams, ein Turnier neuer Dimension. Eine der zentralen Veränderungen findet jedoch nicht auf dem Spielfeld statt, sondern in der Art, wie das Event medial erlebt und verbreitet wird.

Mit der neuen Partnerschaft zwischen FIFA und TikTok wird Social Media nicht mehr nur als begleitender Kommunikationskanal verstanden, sondern als integraler Bestandteil der offiziellen Turnierstrategie. TikTok wird als bevorzugte Plattform positioniert. Damit wird Reichweite nicht als zusätzlicher Effekt betrachtet, sondern als strategischer Hebel, der Planung, Distribution und Fan-Engagement rund um die WM massgeblich prägt.

Discoverability statt Highlight Clips: Der FIFA World Cup Hub

Herzstück der Partnerschaft ist ein eigener WM Hub auf TikTok. Dort sollen Fans alles finden, was rund um die WM passiert: offizielle Inhalte, Archivmomente, Behind the Scenes, Interviews, spontane Highlights.

Das ist mehr als ein „wir posten jetzt auch TikToks“. Ein Hub ist Plattformlogik: Content wird nicht verteilt, sondern kuratiert, geordnet und in ein eigenes Erlebnis übersetzt. Für FIFA ist das viel wert, weil sie damit die Kontrolle über Narrativ, Tonalität und Distribution stärken können – ohne von einzelnen Medienhäusern abhängig zu sein.

 

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Creator als offizieller Teil des Turniersystems

Ein zentraler Aspekt der Partnerschaft ist TikTok als Creator-Plattform: Creator sollen das Turnier mit zusätzlichen Perspektiven aus dem Umfeld der WM begleiten, etwa aus Stadien, Trainings oder Fan Areas. Damit werden vor allem Inhalte abseits der Live-Spiele gestärkt, die für viele Fans ein wichtiger Teil des WM-Erlebnisses sind.

Bildquelle: FIFA World Club

 

Broadcaster im Umbruch: Wer besitzt eigentlich die Aufmerksamkeit?

Besonders brisant wird es beim Thema Rechte. Der Deal deutet an, dass offizielle Medienpartner künftig auf TikTok mehr können sollen: Clips, kuratierte Inhalte und in gewissen Fällen sogar Livestreaming Möglichkeiten. Das ist ein Paradigmen-wechsel. Denn bisher galt: Wer die Rechte hat, besitzt die Bühne.

Neu gilt eher: Wer die Plattform hat, besitzt die Aufmerksamkeit. Für Broadcaster heisst das: Ihre Rolle wird sich verschieben. Von „wir senden das Spiel“ hin zu „wir gestalten Content Ökosysteme rund um das Spiel“ und das in Konkurrenz zu Creators und Plattformen.

Fazit: Dieser Deal bedeutet einen Wandel für die WM Zukunft

FIFA und TikTok machen mit dieser Partnerschaft einen Schritt, der weit über „Social Media Content“ hinausgeht. Die WM 2026 wird nicht nur übertragen, sie wird als Plattform Erlebnis gebaut, mit Creator First Logik, Hub Struktur und einer Verlagerung des Moments: weg vom TV Peak, hin zum Always On Feed.

Für Marken ist das ein Weckruf: Wer an der WM nur Sponsoring denkt, wird verlieren. Relevant wird, wer die Sprache von TikTok beherrscht: Creator, Echtzeit, Mut zur Perspektive, Speed und ein Gespür für Kultur. Die WM 2026 wird nicht einfach ein Sportevent.

Sie wird das erste Turnier, das sich wie TikTok anfühlt.

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